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Wie läuft eine Peacemakers-Stunde ab?


Jede Peacemakers-Stunde folgt einem pädagogisch durchdachten und kindgerechten Ablauf, der die Förderung von sozialen Kompetenzen, Reflexionsfähigkeit und Handlungskompetenz in den Mittelpunkt stellt.

Zu Beginn der Einheit wird das Thema der Stunde – zum Beispiel Respekt – auf altersgerechte Weise eingeführt.

Unsere Lehrperson eröffnet eine dialogische Phase mit einer offenen Leitfrage wie: „Was glaubt ihr, was bedeutet Respekt?“ Ziel ist es, an das Vorwissen und die Lebenswelt der Schüler*innen anzuknüpfen und ihre Perspektiven ernst zu nehmen.

Es folgt eine moderierte Gruppendiskussion, in der gemeinsam zentrale Aspekte des Themas erarbeitet werden:

Warum ist Respekt wichtig? Wie kann man Respekt zeigen? Habt ihr schon erlebt, dass jemand respektlos behandelt wurde? Wie hat sich das angefühlt? Durch gezielte Fragen und Impulse wird die Selbstreflexion gefördert und ein sicherer Raum für den Austausch geschaffen.

Anschließend wird das Thema durch ein Rollenspiel erfahrbar gemacht. Freiwillige Kinder stellen eine alltagsnahe Situation dar, in der respektvolles oder respektloses Verhalten vorkommt. An einem bestimmten Punkt wird die Szene gestoppt („Freeze“), und die gesamte Klasse überlegt gemeinsam, wie in dieser Situation Respekt gezeigt werden kann. Danach wird das Rollenspiel fortgesetzt, wobei alternative Handlungsweisen erprobt werden. Diese Methode fördert nicht nur Empathie und Perspektivenübernahme, sondern auch aktives Problemlösen.

Zur Vertiefung erhalten die Kinder ergänzende Materialien, wie ein persönliches Mitmachheft und Sticker. Diese ermöglichen es, das eigene Verhalten und den Lernfortschritt bis zur nächsten Einheit zu reflektieren und sichtbar zu machen.

In der darauffolgenden Stunde haben die Schüler*innen die Möglichkeit, freiwillig über ihre Erfahrungen und Beobachtungen im Alltag zu berichten. Dieser Rückblick stärkt die Eigenverantwortung und schafft eine wertschätzende Feedbackkultur innerhalb der Gruppe.
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